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Klassische Berliner Postgeschichte


Das bisher schönste Buch über ein philatelistisches Sachgebiet in wertvollster Luxusausführung.

380 Seiten, 130 farbige und 184 schwarz/weiße Abbildungen.
Mit fast 2000 verschiedenen Stempelbewertungen, welche es in dieser Ausführlichkeit bisher noch nie gegeben hat.

Wegen des eindrucksvollen, sehr informativen Geschichtsteiles übernahmen die Berliner Oberschulen 600 Exemplare für den Unterricht.

Sponsor war Erivan Haub, allein geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann/Kaisers Kaffee Geschäft AG.

Preis bei Abholung

120,- €

Bei Bestellung aus Deutschland

126,- €

Bei Bestellung aus Europa

135,- €

Bei Bestellung aus Übersee
mit Summary in englisch

153,- €


Ratenzahlung auf Anfrage bereitwilligst

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Blockpaar 15,-€

Als ich am 3.7.1986 von der Landespostdirektion erfuhr, dass eine Sondermarke und ein Sonderblock zur 750-Jahrfeier Berlins geplant waren, man sich aber noch im Findungsprozess befand und es etwas später sogar hieß, dass eine Ausschreibung dazu laufen würde, gab ich sofort Auftrag die beiden hier gezeigten Blöcke anzufertigen.

Am 27.9.1986 legte ich mein Blockpaar vor, aber die Entscheidung war inzwischen schon gefallen. Ich war zu spät gekommen. Zu diesem Zeitpunkt sahen meine Blöcke noch anders aus. Sie waren nicht durchbalkt, nicht perforiert und zeigten rückseitig einen Aufdruck "Muster-Andruck".

Es waren 3000 Blockpaare gedruckt worden, aber die Landespostdirektion untersagte es mir diese Blöcke in dieser Form in den Handel zu bringen.

Erst als ich zusätzlich die Wertziffern und die Hoheitsbezeichnung durchbalken ließ, wurde mir der Vertrieb gestattet. Daraufhin ließ ein bekannter deutscher Händler bei mir 10.000 Blockpaare bestellen. Auf Anfrage bei der LPD erfuhr ich, daß dies einen erneuten Antrag erfordert hätte. Ich verzichtete sofort darauf. Es sollte niemand verärgert werden und die Blöcke waren von mir nicht als ein Geschäft erdacht worden.

So blieb es denn verbindlich bei den 3.000 Blockpaaren, die nicht mit anderen, ähnlichen Katalogbeilagen zu vergleichen sind, handelt es sich in diesem Fall doch um einen in einer Ausschreibung hergestellten, aber zu spät vorgelegten Entwurf. Die klassische Markenzeit kennt sehr ähnliche Fälle. Alle sind durchaus reizvoll.

Als ein Fachmann für klassische Philatelie wählte ich ohne nachdenken zu müssen sofort ein klassisches Motiv, vielleicht das klassischste überhaupt denkbare: Die Siegelabbildungen der ersten Markgrafen in Brandenburg, soweit uns diese in ihren Originalen noch bekannt sind.

Einmal findet man Originalabbildungen aus so früher Zeit höchstens hier und da noch einmal auf Münzen. Zum anderen aber haben wir inzwischen vielleicht die sehr große Bedeutung vergessen, welche den Siegeln im Mittelalter entgegengebracht wurde.

So wurde die "goldene Bulle" Kaiser Karls IV. so genannt nach dem angehängten goldenen Doppelsiegel. Durch sie wurde am 23. Dezember 1356 auf dem Reichstag zu Metz in glanzvoller Versammlung der Reichsstände das erste deutsche Reichsgesetz verkündet. Nach dessen Bestimmung sollte das Reichssiegel künftig bei allen wichtigen Staatsaktionen dem deutschen Oberhaupt durch den geistlichen Kurfürsten, in seiner Würde als Erzkanzler, vorangetragen werden. Der Titel des Großsiegelbewahrers war einer der höchsten im Staate.

In den Aufzeichnungen des Mönches Ratpert wird bekundet, dass der Kaiser Ludwig (der Fromme) bei Vorlegung einer Urkunde seines Vaters, Karls des Großen, das darauf befindliche Siegel geküsst und dasselbe dann den Großen seines Gefolges, zur Erweisung gleicher Ehrerbietung, dargereicht habe.

Auch in China war es sehr früh Sitte, daß alle auswärtigen Gesandten das Reichssiegel zu küssen hatten. Die Siegel der Kruschel-Block-Vorlage zeigen:

Albrecht der Bär (1134 - 1170) wurde 1134 von Kaiser Lothar zum Grafen der Altmark ernannt und wurde 1142 von Kaiser Conrad III. mit der erblichen Markgrafenwürde beliehen. Der erste der Askanier-Fürsten, welche fast 200 Jahre in Brandenburg herrschten. Das äußerst seltene Siegel zeigt den Fürsten bartlos im Waffenrock seiner Zeit. Er hält rechts das Banner mit den Wimpeln und links das normannische Schild mit dem doppelten Lilienkreuz.

Markgraf Otto I. (1170 - 1184) Sohn Albrechts. Von Papst Alexander III. zum Erzkämmerer Kaiser Friedrich Barbarossas ernannt. Einen Titel, den möglicherweise auch schon sein Vater bekleidete und der die große Bedeutung der brandenburgischen Markgrafen im Reich deutlich sichtbar macht.

Markgraf Otto II. (1184 - 1205) Sohn Otto I. Sein Siegel zeigt erstmalig kein Schwert, was bis zum letzten Askanier Waldemar so geblieben ist. Der Grund dafür blieb bis heute ohne Erklärung.

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